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  • 1,7 Millionen Leerstandswohnungen

    Diese Aussage traf der Gesundheits- und Sozialsenator Mario Czaja auf einer Informationsveranstaltung in der neuen Unterkunft für Flüchtlinge in der Mertensstraße in Spandau. Diese Zahl nannte er im Zusammenhang, dass in Berlin bereits 11 Tausend Wohnungen an anerkannte Kriegsflüchtlinge vergeben wurden. Möglicherweise sollte die verdeutlichen, dass es zu keiner Wohnungsverknappung kommen kann. Allerdings sind diese Zahlen schlecht vergleichbar, denn die 1,7 Millionen Leerstandswohnungen befinden sich überwiegend weit verteilt in den ländlichen Gebieten unseres Landes. Die Veranstaltung wurde geleitet von dem Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank, und zwar so geschickt austariert, dass zunächst einmal in relativ langatmigen Monologen Bezirksverordnete des Bezirks das Wort ergriffen oder Parteienvertreter. Schon alleine die Vorstellung von 6 Podiumsvertretern nahm enorme Zeit in Anspruch und so verließen viele Bürger, und das konnte man ihnen von den Gesichert ablesen, verärgert die Veranstaltung. Zwei besorgte Bürgerinnen, die ihre Ängstlichkeit zum Ausdruck brachten, wurden vom Beiratsmitglied dem ehemaligen Bürgermeister Eberhard Diepgen beruhigt und besänftigt, allerdings die Verunsicherung wird wohl bleiben. Eine Grünen Vertreterin brachte zur allgemeinen Aufheiterung den Vorschlag doch zur Unterhaltung der Kriegsflüchtlinge beizutragen, z.B. durch eine Tischtennisplatte. Als Erkenntnis von dieser Veranstaltung kommend kann man mitnehmen, dass sich die Wohnungssuche in Berlin durch Verknappung weiter verschärfen dürfte. Schon jetzt haben Verbraucher, die am Existenzminimum leben, große Schwierigkeiten, neuen bezahlbaren Wohnraum zu finden. Die Aufforderung des JobCenters, sich preiswerten Wohnraum zu beschaffen, greift hier ins Leere. Man darf gespannt sein, welche Aussagen heute um 19 Uhr auf einer weiteren Informationsveranstaltung in Kladow im Hans-Carossa-Gymnasium, Am Landschaftspark 40 in 14089 Berlin, vom Bezirksbürgermeister und vom Leiter der Außenstelle des Bundesamtes für Migration getroffen werden. In der Gesamtheit und als Fazit der Veranstaltung vom gestrigen Abend bleibt bei aller Sachlichkeit festzustellen, dass die Verantwortlichen bisher keinen Plan hatten, gegenwärtig ohne Plan arbeiten und zukünftig wohl so planlos weiter machen werden.