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  • Der Bausenator lässt 60 000 Wohnungen bauen, so so!

    In Anbetracht der Tatsache, dass jedes Jahr 40 000 Neuberliner in die Stadt zuziehen, stellt sich die Frage, wie diese Anzahl überhaupt reichen soll, denn dies würde ein Zuzug bis Ende 2020 von 200 000 Neubürgern bedeuten. Noch gar nicht mit eingerechnet sind die Kriegsflüchtlinge und die Vermehrung von Einpersonenhaushalten. Die Mieten werden aufgrund der Wohnraumverknappung dramatisch in den nächsten Jahren ansteigen. Das haben wir schon am 15. April 2014 letztmalig öffentlich gemacht und am 13. Mai 2014 haben wir von 50 000 Wohnung schon in der Überschrift gesprochen, die in den nächsten Jahren fehlen werden. In Hochrechnung und unter Berücksichtigung der zu erwartenden Veränderung in unserer Gesellschaft benötigen wir in den nächsten 5 Jahren mindestens 110 000 Wohnungen. Andere so genannte Interessenvertreter haben sich entweder gar nicht oder schlecht positioniert und die Berliner Mieter im Stich gelassen. Die Mieter gehen sehr unsicheren Zeiten entgegen. Die Rechtsprechung im Deutschen Mietrecht wandelt sich erheblich zum Nachteil der Mieter, so dass einige Vermieter durchaus ihre hässliche Fratze zeigen können. Die Baukosten lassen sich nur bedingt gering halten, denn die Qualität leidet schon bei teuer errichteten Bauten. Man kann dies überhaupt darin feststellen, dass viele Immobilien zum Teil Jahrhunderte bestand haben und andere Mietobjekte schon nach 50 Jahren abrissreif sind. Baut man jetzt weiter nach einer Billigvariante, ist noch mit einer geringeren Bestandszeit zu rechnen. Bezieht man die Lage am Arbeitsmarkt ein, die Arbeitslosigkeit, die Teilzeitbeschäftigten und die Minijobler und philosophiert dann noch über die Geldentwicklung, kommt man zu dem Schluss, dass die Gesamtentwicklung für alle Verbraucher in unserem Land und darüber hinaus in Europa sich eher zu einem beklagenswerten Zustand wandeln. Die Menschen in unserer Gesellschaft sind zwiegespalten, teils ohnmächtig zufrieden und wütend, die sich noch in Warteposition befinden; das führt uns zu dem Zitat von dem englischen Literaturkritiker und Dramatiker John Dryden: „Vorsicht vor der Wut eines Geduldigen.“