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  • Mietenexplosion in unserer Stadt

    Entgegen den Ankündigungen aus dem Berliner Abgeordnetenhaus von den verschiedenen Fraktionen, die sich auf Klausurtagungen mit der Wohnungs- und Mietenpolitik beschäftigt haben, sind die Berichte, die uns erreichen deutlich abweichend von einer Sozialpolitik, die sich vom Wunschdenken leiten lässt. Nettokaltmieten steigen in das Unermessliche, so dass der Normalbürger den sanierten Wohnungsbestand nicht beziehen kann. Die Ungerechtigkeit fängt schon damit an, dass Modernisierungsumlagen zur Folge haben, dass Investitionen sich für den Vermieter und Eigentümer in den nächsten 20-30 Jahren auf seinem Konto verzehnfachen, bei einer Investition von 1 Million Euro stehen 10 Million Euro Einnahmen nach jahrzehntelanger Vermietung als Gewinn auf der Vermieterseite. Dass Bau- und Wohnungsunternehmen hierfür auch noch Förderungen erhalten, ist schlichtweg ein Skandal und dass eine Fraktion
    von einem schlüssigen Konzept spricht für den Berliner Wohnungsmarkt, ist geradezu abenteuerlich. Die so- genannten Fördergelder sind das Sahnehäubchen auf die zu erwartenden Gewinne. Dass einige Politiker davon ausgehen ca. 76 000 neue Wohnungen zu schaffen, ist ohnehin für den normalen Verbraucher aus Kostengründen nicht von Bedeutung. Dass
    Fraktionen zusammen mit Wohnungsverbänden der Vermieterseite Strategien festlegt, die nicht sozialverträglich sind und zu wenig bezahlbaren Wohnungen führt, ist die eine Seite der Medaille und die andere besteht darin, dass auch in diesem Falle, wie schon bei dem Mietspiegel, andere Mietervereine daran mitwirken, was der Verbraucher demnächst zu zahlen hat. Unsere Vereinsphilosophie lautete: für den Verbraucher und für den Mieter bezahlbare Lebensqualitäten in einer Gesellschaft zu erreichen in der nur noch der Kommerz im Mittelpunkt steht und die, die daran partizipieren noch höhere Einnahmen zu verschaffen. Die Gewinne der Eigentümer werden nicht in Neubauten investiert, sondern sie fließen in die Steueroasen, wie der EU-Ratspräsident jetzt verkündete, ca. 1 Billion Steueranteil aus den Umsätzen EU weit. Derartige Zustände sind nur möglich, weil der Steuerzahler die Fördergelder finanziert, um die Reichen noch etwas reicher zu machen. Ist diese Art der Geschäftemacherei und ihrem verheerenden Ergebnis nicht genau das Gegenteil von dem Zitat von Robert Bosch:
    „Eine anständige Art der Geschäftsführung ist auf Dauerdas Erträglichste.“