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  • Über 400 Mieter stehen auf dem Schlauch

    S.A.R.L. (GmbH), ARZ 8 PropCo Sarl, Strategie AG, div. PropCos und div. ProComs – dieses Firmenkonsortium bzw. diese Firmenansammlung unter der darüber stehenden Begrifflichkeit Empira AG hat nun einen Immobilienbestand in Staaken übernommen und die Tochtergesellschaft aus Luxemburg mit dem vielsagenden Namen Sarl und dem üppigen Stammkapital von 12.000 Euro stemmen das benötigte Gesamtkapital zum Kauf der Immobilien in Höhe von 4 Milliarden Euro. Nicht ganz unwahrscheinlich ist, dass die Finanzierung auch noch durch unser Land (Banken) getragen wird, um weitere Immobilien an das Ausland zu veräußern und damit die Mieter der Häuser in eine äußerst prekäre Situation bringen.
    Die Bewohner haben momentan mit einem schlechten Wohnumfeld sowie maroden Gebäudeteilen vom Keller bis zum Dach zu kämpfen. Das gesamte Innenleben der dort stehenden Baukörper ist sanierungsbedürftig und zwar in allen wesentlichen Bestandteilen, die zu einer ordentlichen Wohnung gehören. Da sich die Empira AG auf fast ausschließlich renditestarke Immobilien stürzt, ist das Schlimmste zu befürchten. Der Sanierungsstau hält an und es wird vermutlich auf Modernisierungsmaßnahmen hinauslaufen, die zu einer weiteren Mieterhöhung für die Betroffenen führen wird. Modernisierungsmaßnahmen zu Lasten der Mieter bei einem maroden Baukörper sind eine völlig verfehlte Wohnungspolitik und vom Gesetzgeber nicht zu Ende gedacht. An dieser kuriosen Entwicklung und den damit verbundenen Auswirkungen lässt sich auch feststellen, dass die Mietpreisbremse und das Gesetz zur Neuregelung gesetzlicher Vorschriften zu Mietenbegrenzung keinerlei Wirkung entfalten kann.
    Unser Geschäftsführer fasst zusammen, dass die seit Jahren andauernde Entwicklung auf dem deutschen Immobilienmarkt den Großteil der Mieterschaft in ein Hintertreffen bringt. Nach neuesten Erkenntnissen auf dem Deutschen Mietgerichtstag in Dortmund 2020 und in deren Analyse lässt sich derzeit festhalten, dass die Immobilienbestände in den Ballungsgebieten unseres Landes stark gefährdet sind und die Wohnungspolitik in weiten Teilen gescheitert ist. Die Realität liegt offensichtlich hinter der wahrnehmbaren Wirklichkeit und verleitet uns dazu, das Zitat von Friedrich von Schiller als einzige Ausgangsposition zu benennen. „Wer sich über die Wirklichkeit nicht hinauswagt, der wird nie die Wahrheit erobern.“