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  • Der Ausverkauf geht weiter, die Globalisierung schlägt voll durch

    Verbraucher und Mieter zahlen die Zeche

     

    Der schwedische Energiekonzern Vattenfall in der Sparte Braunkohle, beabsichtigt und wird wohl auch damit Erfolg haben, dass Lausitzer Braunkohlevorhaben an eine tschechische Unternehmensgruppe EPH zu veräußern, die dann der größte Energieversorger in Mitteleuropa sein wird. Was das für die Verbraucher bedeutet, wird sich noch herausstellen, es wird wohl nichts Gutes sein. Interessant ist hierbei noch, dass die schwedische Regierung ihre Zustimmung erteilen muss, obwohl über deutschen Grund und Boden in Wirtschaftskreisen verhandelt und entschieden wird. Das Greenpeace vor einer tickenden CO²-Bombe warnt ist schon schlimm genug und der Umwelt nicht gerade zuträglich. Das Vattenfall ca. 2 Milliarden für künftige renaturierende Maßnahmen an die EPH übertragen will, ist nur ein kleiner Trost, denn ob diese Rückstellungen für die Rekultivierung ausreichend sein werden darf zu Recht bezweifelt werden. Der Steuerzahler wird wieder zur Kasse gebeten und der brandenburgische Ministerpräsident zeigt sich zu nächst einmal über das Geschäft in seinem Bundesland erleichtert. In der Schlussfolgerung bedeutet das Geschäft, dass deutsche Erdvorkommen (Ressourcen) die uns viel Geld einbringen könnten nun unserem Land nicht zu Gute kommt, sondern Wirtschaftsunternehmen aus dem Ausland, ob sie Steuern zahlen bleibt zunächst unklar, dies ist dann wie abgegebene Schürfrechte an Dritte und der dabei dann entstandene Schaden trägt der Besitzer des Landstrichs in dem geschürft wurde. Die Steuerzahler sind wieder die Dummen, aber im Anbetracht der Tatsache, dass sich über die Hälfte des Grund und Bodens in unserem Land bereits in ausländischer Hand befindet, spielt dieser kleine, unbedeutende Landstrich auch keine Rolle mehr.
    Vor diesem Hintergrund wundert es auch überhaupt nicht, dass uns heute aktuell ein Fall geschildert wurde, indem eine Mieterin in Spandau an der Heerstraße, welche ihre Wohnung mit einer Nachtspeicherheizung im Winter erwärmen muss (Vertragspartner Vattenfall), pro m²/Monat mehr als
    3,00 EUR an Heizkosten zahlt. Das ist in der Regel dreimal so viel wie in einem Normalfall (Berliner Mietspiegel 2015, Seite 24). Welche verhängnisvolle Entwicklung muss man zukünftig noch befürchten?
    Der britische Historiker Arnold J. Toynbee bringt es auf den Punkt mit seinem Zitat:
    „Die ungleiche Verteilung der Güter dieser Welt unter einer bevorrechteten Minderheit und einer entrechteten Mehrheit wurde durch die jüngsten technischen Erfindungen des westlichen Menschen aus einem unvermeidlichen Übel zu einer unerträglichen Ungerechtigkeit.“

    Unser Präsident spricht von einer schreienden Ungerechtigkeit und einem kaum zu glaubenden Skandal.