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  • Notwendige Instandsetzungsmaßnahmen im Haberlandweg 2?

    85 verärgerte Mieter, zum Teil mit Vertretungsvollmacht ausgestattet, haben sich am gestrigen Abend im Mehrgenerationenhaus, Im Spektefeld 26, versammelt und eine Bürgerinitiative Haberlandweg 2 für den Erhalt Ihrer Wohnungen gegründet. Sie haben bei der Gelegenheit sechs Sprecher gewählt, die die Interessen der Gesamtmieterschaft wahrnehmen wollen und sie werden dabei von unserem Verein unterstützt. Zum ersten Sprecher ist Hans-Dieter Hein zum Gremium gewählt worden. Weitere Mitglieder des Gremiums sind Frau Kohn, Frau Schwarzmüller, Herr Pfauder, Herr Werber und Herr Lange. Die Unzufriedenheit der Mieter ergab sich aus der bisherigen Entwicklung, weil die zuständige Wohnungsbaugesellschaft WBM eine Instandsetzung aller im Hause befindlichen Decken von insgesamt 120 Wohnungen durchführen will, einschließlich der Treppenhäuser und Flure. Auslöser war ein Ereignis vor 1 1⁄2 Jahren im 5. Obergeschoss des Hauses. Dort fielen in etwa 2-3 m2 Deckenputz herunter, wie Sie dem beigefügten Bild entnehmen können. Vorangegangen war eine von der Wohnungsbaugesellschaft veranlasste Renovierung, die möglicherweise, nach Einschätzung der BI Haberlandweg 2, ursächlich für diesen Vorfall sein könnte. Die Schlussfolgerung der Eigentümerin, alle Decken des Hauses könnten sich in einem maroden Zustand befinden, teilen die Mieter nicht. Ein sogenannter Gutachter hat auf drei Etagen mit einem hammerähnlichen Werkzeug und ausgerüstet mit der notwendigen Leiter eine Klopfprüfung vorgenommen, die nicht geeignet erscheint, abschließend gutachterlich Stellung zu nehmen. Betroffene Mieter hatten im Vorfeld bei der Vermieterin entsprechend interveniert und vorgeschlagen, dass alle Wohnungen des Hauses gutachterlich überprüft werden. Dies lehnte die WBM ab und begann damit, durch ein Architekturbüro und deren Mitarbeiterin die Mieter aufzusuchen, und zwar genau in den Etagen, in denen keine gutachterlichen Ergebnisse vorliegen. Die Mitarbeiterin erklärt den Mietern im Wesentlichen, dass die notwendigen Bauarbeiten demnächst beginnen sollen und je nach Widerstandsverhalten der Mieter werden vorab Termine genannt.

    Die Bürgerinitiative fordert den sofortigen Stopp des Architekturbüros Kahler in Bezug auf die Wohnungsbegehungen. Die Bürgerinitiative fordert weiter die Ergebnisse der bisher erstellten Protokolle der Besichtigungstermine. Die BI fordert alle von der Mitarbeiterin aufgenommenen Fotos in den Wohnungen an die jeweiligen Mieter auszuhändigen, um die Persönlichkeitsrechte und das Urheberrecht zum Schutz der Mieter anwenden zu können. Die BI fordert die erstellten Gutachten in den betroffenen Etagen an die betroffenen Mieter und gleichzeitig an die Mitglieder der BI herauszugeben. Die BI fordert weiter die Beauftragung an eine Firma WST für die Durchführung der vorgesehenen Arbeiten offen zu legen. Bei einer europaweiten Ausschreibung ist es schon erstaunlich, dass eine wenig bekannte Firma aus Berlin Reinickendorf den Zuschlag erhielt, in diesem Zusammenhang fordert die BI den Nachweis einer Zertifizierung dieser Firma.

    Die BI rügt in dem Zusammenhang die Vorgehensweise der Vermieterseite in Bezug auf den unverhältnismäßigen Umgang mit den einzelnen Mietern.

    Verhältnismäßigkeit und Maßstab sind von der Vermieterseite nicht beachtet worden, ganz nach dem Zitat von Marie von Ebner-Eschenbach: „Der Maßstab, den wir an die Dinge legen, ist das Maß unseres Eigenen Geistes.“