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  • Die soziale Fratze unserer Gesellschaft

    spiegelt sich wieder in einem unglaublichen Fall, der geprägt ist von unsozialer Verhaltensweise der Behörden und der mitwirkenden Justizorgane. Gut zu Gesicht gestanden hätte es den mitwirkenden Personen, einem alten schwerstbehinderten 70-jährigen Mann die notwendige Hilfestellung zum Überleben zu geben. Stattdessen wollen sie ihn durch eine Gerichtsvollzieherin mit seinem Rollstuhl, der in seiner Wohnung steht, am 15. Juli 2013 um 9.00 Uhr auf die Straße setzen, denn allein wird er ihn nicht runter tragen können. Der zuständige Gerichtsvollzieher sollte den Behinderten mit seinem Rollstuhl wenigstens unter eine Brücke schieben, damit er vor dem Regen geschützt ist. Wie unmenschlich muss eine solche Gesellschaft sein, diese Handlungsweise überhaupt gedanklich zu fassen und dann auch noch an den Tag legen zu wollen. Auch das Bezirksamt Spandau (Gewerbeamt) ist an der eigentlich nur in einer billigen Schmierenkomödie vorkommenden Handlung beteiligt, die über den Bildschirm flackern würde. Von der Zwangsräumung sind gleich drei Objekte mit verschiedenen Aktenzeichen des Amtsgerichts Spandau betroffen, die alte Traditionskneipe „Zur Traube“ in der Pichelsdorfer Str. 89 und ein dazugehöriger Geschäftsraum sowie die Privatwohnung des Opfers. Gegen einen behinderten Menschen, der nicht vor Gericht erscheinen kann, gleich drei Versäumnisurteile zu erlassen, und zwar am 9. Oktober 2012, 21. Januar 2013 und 31. Januar 2013, ist ein beschämender Umstand in einer Gesellschaft, von der die politisch Verantwortlichen immer sagen, dass wir eine soziale und humane Gesellschaft sind. Dieser Fall ist weder sozial noch gerecht und stimmt mit dem Demokratieverständnis vieler Bürger nicht überein. Leider kann unser Präsident an der Vollstreckung als Zeuge nicht teilnehmen aber er erhofft sich im Namen der gelebten Menschlichkeit, dass sich nach dieser Pressemitteilung ein bemühen einsetzt bei aufrechten Demokraten und dem vielleicht aufkeimenden sozialen Gewissen, dass es Verantwortliche gibt, die das schlimmste in unserer Gesellschaft noch verhindern können. Wir entsenden unser Verbraucherschutzmobil zum Tatort. Dieser Fall zeigt auch, dass die Gesellschaft immer mehr auseinander fällt und eigentlich nur noch aus Armen, Reichen und Opfern besteht, und zwar in allen Lebensbereichen. Es gibt jeden Tag viel Leid auf dieser Erde und so sollten wir anfangen in Einzelfällen tätig zu werden, um zu lindern. In das Stammbuch der Verantwortlichen ist ein Zitat einzutragen von Jakow Trachtenberg:

    „Je größer die Not der Armen, desto größer die Niedertracht der Reichen.“