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  • Viele Verbraucher in Deutschland zahlen pünktlich ihre Steuern,

    meist schon deshalb, weil der Staat sie ihnen gleich vom Einkommen abzieht. Sie haben keine Chance, irgendeinen Euro zu hinterziehen oder beiseite zu schaffen. Nein, im Gegenteil, sie werden drangsaliert, wenn sie als mittelständische Unternehmen oder Selbständige ihre Steuern einmal nicht zahlen können, denn der Steuersatz ist für die „kleinen Leute“ sehr hoch. Dann müssen sie um Ratenzahlungen betteln und dies an sich ist in unserem Land schon eine Schande und zeugt nicht von einem Sozialstaat, der anständig mit seinen Bürgern umgeht. Im Besonderen auch Rentner sind jetzt überrascht worden, dass sie für Jahre Steuern nachzahlen müssen und sie hatten noch nicht einmal eine Ahnung davon. Der Gesetzgeber hat in Bezug auf Steuergerechtigkeit Gesetze und Verordnungen erlassen, die man nur als hanebüchen
     bezeichnen kann. Otto Normalverbraucher wird gleich mehrfach abgezockt durch viele Steuerarten, man denke nur an die Kfz-Steuer, Mineralölsteuer, Mehrwertsteuer, Umsatzsteuer. Die Liste ist beliebig fortzusetzen und lastet schwer auf den Bürgern dieses Landes. Unter diesen Gegebenheiten ist es geradezu absurd, bürgerfeindlich und vorschubleistend für die reichen Unternehmer, Einzelpersonen, Menschen, die diese auch noch schützen, weil sie in den entsprechenden Ämtern sind, wenn diese mit großen Beträgen hundert Millionen und mehr Steuern hinterziehen. Vor kurzem verkündete der EU-Ratspräsident, dass eine Billion Steuern hinterzogen wurden und diese Zahl lässt aufschrecken. Allerdings sind wir als Verbraucherschützer nicht zu blenden. Der Sprachgebrauch „Steuersünder“ ist eine schallende Ohrfeige für alle
    Anständigen in diesem Land. Selbstanzeige und dann straffrei ausgehen, ist skandalös. Man bedenke, ein Bankräuber zeigt sich selbst an, gibt seine Beute zurück und geht straffrei aus. Undenkbar, denn dieser Bankräuber ist lediglich ein Bürger unter vielen und deshalb hart zu bestrafen. Ein krimineller Steuerhinterzieher hat auch kein Recht auf Haftverschonung, jedenfalls nicht in der Dimension oberhalb von einer Million, denn im Vergleich zu anderen aus dem Mittelstand, die sich in Haft befinden, weil sie möglicherweise eine Straftat begangen haben, erhalten keine Haftverschonung und das bei einer Person, die als Organ der Rechtspflege agiert hat. Dass gestern Abend noch bekannt wurde, dass ein ausgestellter Haftbefehl ausgesetzt wurde und der Täter im Olympiastadion München saß, ist eine Justizposse sondergleichen, jedenfalls im Verhältnis zu Kleinstkriminellen, die den Abend in Polizeigewahrsam verbracht hätten. Dieser Fall zeigt deutlich, dass in unserem Land eine klare erkennbare Zweiklassengesellschaft vorhanden ist. Die einen können sich alles erlauben und den anderen wird der Gürtel zusammengezogen, bis die Luft abgeschnitten ist. Es greift in unserem Land immer mehr um sich Steuerhinterziehung, Amtsmissbrauch, Bestechung, Vorteilsnahme, Korruption und politische Selbstgefälligkeit im Umgang mit den Reichen und Mächtigen in diesem Land. Zu dem ungeheuerlichen Vorgang ist wohl trefflich das Zitat von Boris Pasternak zu nennen:
    „Machtmenschen tun alles nur Erdenkliche, um der Wahrheit den Rücken zu kehren, weil sie an den Mythos von der eigenen Unfehlbarkeit glauben“.