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  • Verbraucher und Mieter werden zur Kasse gebeten

    Erhöhungen für Miete, Nebenkosten und Verbraucherpreise. Entgegen den Ankündigungen anderer Mieterorganisationen werden die Preise bei Mieten, Neben- und Energiekosten erheblich ansteigen. In bestimmten Lagen der Hauptstadt und anderen Ballungsgebieten werden Steigerungen bei Neuvermietung von mehr als 50 % zu erwarten sein, wie schon belegbar in der Vergangenheit. Der Gesetzgeber hat auch für die Bestandsmieter Tür und Tor geöffnet, um ständige Mieterhöhungen nach § 558 für die Eigentümer zu ermöglichen. Hier könnten innerhalb von 10 Jahren ebenfalls Mietsteigerungen im Bereich von 50 % erreicht werden. Dramatisch ist die Lage dadurch, dass die Einkommen des Mittelstandes sich im Sinkflug befinden. Berufsgruppen, die noch vor wenigen Jahren im oberen Drittel zu finden waren, haben jetzt Existenzängste. Die Nebenkosten, die immer gern von den Vermietern als durchlaufender Posten bezeichnet werden, steigen auch erwartungsgemäß an und durch dubiose Vertragsgrundlagen bei verschiedenen Betriebskostenarten, lassen sich Gewinnmaximierungen erzielen. Die Abschöpfung erfolgt über Umwege direkt in die Kasse des Vermieters. Gleichzeitig nehmen die Leistungen, die der Mieter zu beanspruchen hätte, erheblich ab. Investitionen tätigt der Eigentümer nur noch, wenn er dabei im erheblichen Maße abkassieren kann. Bei Modernisierungsmaßnahmen kommt es dann durch andauernde, lebenslang geforderte Erhöhungskosten zu Mehreinnahmen, um 500 % und darüber. Deutlich zur Kasse gebeten werden die Verbraucher in diesem Jahr auch bei Energiekosten, Mineralölkosten und den allgemeinen Lebenshaltungskosten, die ein Verbraucher nicht umgehen kann. Generell muss festgestellt werden, dass bei sinkenden Leistungen das Preisniveau immer höher ansteigt und somit eine Schieflage bei den Vertragspartnern entsteht. Es kann nicht sein, dass maroder Baubestand, wie es zum Teil im Falkenhagener Feld vorhanden ist, dazu führt, dass Mieter einerseits bei Einzug einer heruntergekommene Wohnung übernehmen muss, gegen Erlass von ein bis zwei Monatsmieten und andererseits bei Auszug von ihm eine komplette Luxussanierung verlangt wird. Die großen Vermieter drohen sofort mit Klage, wenn die Mieter den Aufforderungen nicht nachkommen. Und gerade diese Vermieter sind es, die auch hohe Nebenkosten abrechnen mit teilweise haarsträubenden Abrechnungsmethoden unter Nichtbeachtung der gesetzlichen Voraussetzungen, die einer normalen Abrechnung zu Grunde liegen. Abrechnungsunternehmen die mit den Aufgaben betraut werden, können keine bessere Abrechnung abliefern, da sie auf die Vorgaben der Vermieterseite angewiesen sind. Wenn es bei mangelnder Einsicht, bei einem großen Vermieter in Berlin bleibt, kann nur noch der Klageweg Abhilfe schaffen, leider sind die Millionen des letzten Jahrzehnts für die Mieter nicht zurückzuholen.