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  • Modernisierung und ihre Kosten

    Immer wieder stehen im Fokus der Öffentlichkeit die enormen Kosten bei sogenannter energetischer Sanierung und Maßnahmen, die angeblich dem Mieter zu Gute kommen. Die sogenannten Einsparungen durch eine Modernisierungsmaßnahme sind mit nichts bewiesen und führen schon gar nicht zu den Ergebnissen, die man dem Mieter immer wieder vor Augen hält. Die meisten Modernisierungsmaßnahmen sind verkappte Instandsetzungsmaßnahmen, die nach 40-50 Jahren eines Gebäudes dringend erforderlich geworden sind. Durch eine Schein-Modernisierungsmaßnahme werden die Kosten auf den Mieter abgewälzt. Bei einem Kostenvolumen von 1.000.000,- € werden nur lächerliche Instandsetzungsanteile abgezogen und die Mieter zahlen innerhalb weniger Jahre mehr als das Doppelte und Vielfache an die Vermieter zurück. Die 11 % Modernisierungsumlage ist insoweit eigentlich ein seit Jahren bekannter skandalöser Umstand. Der Spandauer Mieterverein für Verbraucherschutz e.V. hält auch eine verringerte Modernisierungsumlage für unsinnig.

    Eine gerechte Lösung gäbe es nur, wenn die tatsächlichen Kosten, die durch Rechnungslegung an die Vermieter nachvollziehbar dokumentiert sind, auch diesen Anteil an den Vermieter zu erstatten, sodass beide Seiten einen neutralen Kostenausgleich vereinbaren, auf den beide Vertragsparteien ihren Nutzen haben.

    Dass sich jetzt Mieterinteressenvertreter positiv zu einer Kürzung der Modernisierungsumlage von 11 % auf 8 % äußern, zeigt, dass diese die Problematik in keiner Weise verstanden haben. Bestenfalls sind sie die Pferdepflüsterer der politischen Entscheidungsgremien, die in keinem Fall die Gerechtigkeit im Fokus haben.

    Diese Fehlentwicklung der politischen Entscheidung führt uns zu dem Zitat von Goethe: „Niemand weiß, was er tut, wenn er recht handelt; aber des Unrechten sind wir uns immer bewusst.“