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  • Wohnungsnot in Berlin

    Sehr anschaulich kann man auf dem von uns erstelltem Foto erkennen, dass bei einer Wohnungsanzeige mehr als 50 Bewerber vor Ort waren, um sich eine Wohnung in der Hoffnung, dass sie von dem Vermieter ausgewählt werden, anzusehen. Auf Nachfrage bei den Wohnungsbewerbern konnten wir interessante Kommentare entgegennehmen. Nicht nur das die Vermieter heutzutage Sicherheiten in sehr umfänglichem Maße erwarten, sondern die beauftragten Unternehmen, die die Besichtigungstour durchführen, nehmen auch gern ein kleines Handgeld entgegen. Ein Gebot von 500,00 EUR wurde abgelehnt, ein weiteres in Höhe von 2.500,00 EUR wurde in Betrag gezogen. Wie die Sache ausgegangen ist und wer die Wohnung letztendlich bekommen hat, entzieht sich unserer Kenntnis. Wir werden das Klingelschild beobachten und sehen, wann ein neuer Name auftaucht.

    Die Wohnungsnot ist von der Berliner Politik hausgemacht und hierbei spielen landes- und bundespolitische Maßnahmen durchaus eine relevante Rolle. Junge Menschen müssen zum Teil die Stadt verlassen, um bei geringem Lohnniveau eine preiswerte Einzimmerwohnung im Großraum Berlin, also Brandenburg, zu erhalten.
    Dass die Berliner Mieten um ein Drittel gestiegen sind, hat natürlich unmittelbar mit der Verknappung von Wohnraum zu tun und die Vermieter ziehen weiter die Daumenschrauben an. Keine Instandsetzungen, dafür nur Modernisierungen, was einen Mietpreisanstieg bedeutet und die Nettokaltmieten werden willkürlich bei Neuvermietung hoch gesetzt, ohne dass die Mieter eine Möglichkeit haben den Nachweis hierfür zu führen.
    Unser Präsident fordert vom Berliner Senat ein sofortiges Einfrieren aller Nettokaltmieten auf dem jetzigen Stand bis zum Jahr 2019. Er begründet dies verbunden mit der Bitte, eine flächendeckende Überprüfung der Mieten vorzunehmen und danach eine nach sozialen Gesichtspunkten gesetzgeberische Maßnahme durchzuführen ohne hierbei auf den Berliner Mietspiegel Rücksicht zu nehmen. Wir Verbraucherschützer stellen fest, dass viele Mieter ihre Mieten aufgrund der geringen Einkommen nicht mehr selbst zahlen können und entweder auf Hilfe angewiesen sind oder sogar zum Teil nach skandalösen Zwangsräumungen selbst mit Kindern obdachlos werden oder gar noch Schlimmeres. Dieser Umstand führt uns zu dem Zitat von Claudian: „Elend, an das wir gewöhnt sind, stört uns nicht.“

    Für Rückfragen in der Sache erreichen Interessierte unseren Pressesprecher
    Uli Ebermann unter 0170-272 89 77!

    Wohnungsnot in Berlin, so heißt auch unser Thema auf dem 6. Mieter- und Verbraucherschutztag, am 20. März 2017 ab 18:00 Uhr im Ristorante Dal Moro am Kaiserdamm 6, 14057 Berlin, mit den eingeladenen Referenten: dem Charlottenburger Bezirksbürgermeister, dem Stadtrat für Soziales und den Stadtrat für Stadtentwicklung.