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  • Berlin: Stärkster Anstieg der Mieten deutschlandweit

    München galt jahrelang als die Stadt mit den höchsten Mieten bundesweit. Der Rest der Republik schüttelte mit Blick auf die Münchner Mietpreise nur den Kopf, insbesondere der Berliner, der vergleichsweise preiswert wohnte. Das könnte sich aufgrund des unschönen und rasanten Anstiegs der Mieten in den letzten Jahren in Berlin nun geändert haben, wie eine Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) aus dem Juli 2016 zeigt: Berliner geben durchschnittlich 21 % ihres Einkommens für die Miete aus, in München sind es 22 %. Beide Städte liegen damit annähernd gleichauf.
    Hinzu kommt aber – und das ist entscheidend – dass das Einkommen in Berlin weitaus niedriger ist als das in München: Nach Abzug der Miete verbleiben dem Berliner Mieter im Durchschnitt 13.963 Euro pro Jahr, bei dem Münchner Durchschnittsmieter sind es mit 20.253 Euro pro Jahr weitaus mehr. Diese Studie, die eine Mietbelastung nach dem Verhältnis der Miete zum Einkommen bemisst, ist für eine Bewertung der Frage, wo Wohnen tatsächlich teuer ist, gut geeignet, denn es reicht nicht, nur auf die absoluten Zahlen zu schauen.

    Im Vergleich der 20 größten deutschen Städte schneidet Berlin denkbar schlecht ab und landete auf dem vorletzten Platz. Erschreckend zudem: In Berlin steigen die Mieten deutschlandweit am stärksten und ein Ende dieses Trends ist nicht absehbar. Leider bringen auch (späte) Interventionen wie die „Mietpreisbremse“ keinen Erfolg (siehe einer unserer letzten Pressemitteilung), so dass eine um die Zukunft insbesondere der einkommensschwächeren Mieter der Stadt schon angst und bange werden muss.